Berichte zu den  Busausfahrten  der vergangenen drei bis vier Monate.

Kurzübersicht der Reisebericht zu den Busausfahrten

 

 Lichterfahrt und 70 Jahre Bürgerverein sowie 70 Jahre Staatsgründung Israel am 4. Dezember 2018

Im Frühjahr begingen wir unser Jubiläum 70 Jahre Bürgerverein Walddörfer mit einer Schifffahrt, so dachten wir, dass es ganz reizvoll wäre, das Jahr mit einer Lichterfahrt zu beschließen, um eines weiteren  Jubiläum zu gedenken, 70 Jahre Israel mit dem Schwerpunkt "das jüdische Leben in Hamburg".

IMG_5040So ging es los bei strahlendem Sonnenschein mit EG Reisen und unserem Fahrer Herrn Albers sowie unserem Reiseleiter Herrn Goebel in einem vollbesetzten Bus zunächst Richtung Eimsbüttel. Auf dem Weg dorthin erfuhren wir schon viel über das Judentum in Hamburg. So gab es vor 1939 20 000 Juden in Hamburg, bei Kriegsende waren es nur noch 647! Doch 1947 lebten schon wieder 1400 Mitglieder in der jüdischen Gemeinde und heute ist Hamburg mit 3500 Angehörigen abermals eine der größten jüdischen Gemeinden Deutschlands. 1958 wurde der Grundstein für den Neubau einer Synagoge in Eimsbüttel in Anwesenheit von Max Brauer gelegt. Im Jahre 2002 wurden die Stolpersteine in Hamburg eingeführt.  Der strenggläubige Jude betet dreimal am Tag und am Sabbat arbeitet er nicht und fährt auch kein Auto, selbst das Licht anschalten ist verboten!

Den ehemaligen jüdischen Friedhof an der Rentzelstraße gibt es nicht mehr, obwohl jüdische Gräber wie in Altona ewig bestehen sollen. Angekommen im Grindelhof, dem jüdischen Zentrum damals wie heute, kamen wir am Abaton-Kino, dem Joseph Carlebach-Platz, wo einst die große Synagoge am Bornplatz stand und der Talmud Tora Schule vorbei. Leider muß auch heute die Polizei noch alle jüdischen Gebäude schützen.  Das Theater Kammerspiele war früher ein jüdischer Treffpunkt. Dann wurde es sehr eng für unseren Bus, aber dank der Fahrkünste von Herrn Albers wurden auch diese Engstellen in der Schlüterstraße durch falsch parkende Pkw souverän gemeistert und wir konnten die schöne Fassade vom ehemaligen Fernsprechamt bewundern. Die Kirche St.Johannis am Turmweg in der Sonne war ein schöner Anblick ebenso wie das original japanische Teehaus.

Zum Kaffee trinken im Alsterhaus erwartete uns ein schön garniertes Stück Lübecker   Marzipantorte. Anschließend ging es auf zur traditionellen Lichterfahrt durch die festlich geschmückte Innenstadt mit ihren Weihnachtsmärkten am Rathausmarkt vorbei und durch die Mönckebergstraße in die Hafencity, wo es wie jedes Jahr viel Neues zu entdecken gab. So konnten wir die neue U-Bahn Haltestelle Elbbrücken der U4  betrachten. Zurück auf den Weg in die Innenstadt konnten wir noch den neu installierten Smiley auf der Kibbelstiegbrücke betrachten, der die Stimmung der Menschen in der Hafencity 1:1 durch Verändern seines Mundes widerspiegeln kann und soll.

Zwischendurch wurden wir immer wieder aufgerufen, zwischen Wahrheit oder Lüge selbst zu entscheiden... Ist das Gold am Turm der St.Katharinen-Kirche wirklich das von Klaus Störtebecker oder doch das Zahngold von Herrn Albers....gibt es in der Umweltbehörde wirklich jemand, der sämtlichen 224 000 Bäume in Hamburg einen Namen gegeben hat und sie alle auseinanderhalten kann...?IMG_5049

Zurück am Ballindam konnten wir sogar die wechselnde Beleuchtung der Alstertanne bewundern. Dann ging es zurück Richtung Volksdorf und Herr Goebel entschuldigte sich, daß er uns mit dieser Lichterfahrt ganz schön gefordert hat, denn neben den vielen Informationen über das jüdische Leben in Hamburg, gab es natürlich auch wieder sehr viel auf unserer Fahrtroute zu erfahren, was links, rechts, vor oder hinter uns lag. Trotzdem waren wir pünktlich wieder  in Volksdorf.

TG/SE

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Die erste Ausfahrt in dieser Saison: Fischland – Darß – Zingst

Ein neues Jahr bringt wieder interessante Ausfahrten unseres Bürgervereins...

Am 11. April haben sich 56 Mitglieder und Gäste gen Osten nach Mecklenburg-Vorpommern aufgemacht.DSC_0610

Unsere Begleiterin an diesem Tag stieg bei Rostock zu und stellte sich als Anne vor. Sie erfreute uns während der folgenden Stunden mit vielen, durchaus auch selbstkritischen Informationen und Anekdoten.

Zunächst fuhren wir vom Festland auf das Fischland und erblickten ein kleines Windrad, 30 m hoch auf einem Gittergestell, das sich fleißig im Winde drehte. Wir erfuhren, daß es sich um das erste und einzige industriell gefertigte Windrad der DDR handelt. Um Devisen zu bekommen, wollte man Holz für Spundwände in den Westen verkaufen. Das Holz mußte aber getrocknet werden und Energie stand nicht zur Verfügung. Da der Bezirk sich nicht traute, luchste man dem zuständigen Minister während der Leipziger Messe etwas trickreich nebenbei die Unterschrift zum Erwerb in Dänemark ab. Dann kam die Wende und das Holzkombinat ging an einen bayerischen Investor, der mit dem Windrad nichts anfangen konnte, so wurde es im Osten privatisiert und liefert noch immer Strom, im nächsten Jahr läuft allerdings die Förderung aus.

 

Früher waren es drei Inseln, die, zunächst auch mit Hilfe der Hanse, der der Unterschlupf der Liekedeeler im sicheren Hafen am Bodden ein Dorn im Auge war, durch Sandverlagerungen zusammengewachsen sind. Man kann noch immer erkennen, wo jeweils der Strom verlief. Wir hatten das Glück noch einige Kraniche zu  sehen. Durch die milden Winter finden sie Futter und so reiseDSC_0603n etliche Vögel nicht mehr weiter.

Nach kurzer Strecke kamen wir in Wustrow an, wo uns im Deutschen Haus in der Nähe der Kirche und des Hafens das vorbestellte Mittagessen serviert wurde. Die Gaststube empfing uns mit geschmackvoller österlicher und maritimer Dekoration und einem gut eingespielten Service. Wustrow ist übrigens ein Lebensmittelpunkt unseres ersten ostdeutschen Bundespräsidenten, Joachim Gauck, der noch immer gern hierher kommt.

Unser nächstes Ziel war das Künstlerdorf Ahrenshoop. Es bezaubert mit den rohrgedeckten Häusern (wie es dort heißt) und den verwinkelten Gässchen, die alle DSC_0601nach Malern benannt sind, die dort gelebt haben. Nach einem kurzen Spaziergang genossen wir von einer Aussichtsplattform einen herrlichen Blick über die Ostsee und passierten auf dem Rückweg zum Bus die frühere Landesgrenze zwischen Mecklenburg und Pommern.

Weiter ging es durch Prerow nach Zingst. Leider ist das Kurhaus an der Seebrücke derzeit wegen Fachpersonalmangels geschlossen So behalfen wir uns mit Kaffee aus dem Bistro und Crepes oder Waffeln, die dort an mobilen Ständen feilgeboten wurden. Da die Saison noch nicht begonnen hat, waren die Orte noch sehr ruhig. Nach einem kurzen Sonnenbad auf der Promenade und der Zuordnung der vertauschten Jacken traten wir die Heimfahrt an. Bis zu ihrem Ausstieg in Rostock erzählte Anne uns noch, wie ähnlich trickreich das Baumaterial für eine Kirche in Ahrenshoop dorthin gelangte: Gespendet von der westdeutschen  Kirche mittels Reisebus nach Ostberlin und dann in einem Kühllaster bis Ahrenshoop, wo die Polizei wegen des Umwegs den Fahrer belangte. Wir waren von Annes umfangreichen Wissen beeindruckt und sie verriet uns, dass sie derzeit für einen Reiseführer die Gegend recherchiert.

Der Regen fand glücklicherweise stets während der Busfahrten statt und wir landeten nach einem erlebnisreichen Tag um halb acht wieder wohlbehalten in Volksdorf. KM

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Frühlingsfahrt im Mai-Regen am 16. Mai

Gefühlt zum ersten Mal startete eine Ausflugsfahrt des Bürgervereins bei Regen.

Um 14.30 Uhr fuhren wir in Volksdorf los über Sasel, Poppenbüttel, dem neugestaltetem Langenhorner Markt Richtung Autobahnauffahrt Schnelsen, denn wir wollten einmal das Bauvorhaben "Hamburger Deckel" bzw. "A7-Deckel" uns anschauen. Und wir waren überwältigt von den Dimensionen dieser Großbaustelle dieser 3 Deckel, die immer wieder unterbrochen sind durch längere ganz normale Autobahnabschnitte.

Über die Köhlbrandbrücke mit der wunderbaren Aussicht auf die Hamburger Skyline fuhren wir Richtung Hafencity. Und dort erhielten wir von unserem Reiseleiter Herrn Goebel sehr viele Informationen über diesen Stadtteil. In den 10 Quartieren der Hafencity werden die Highlights u.a. sein bzw. sind schon: der geplante 1 Milliarde, 245m hohe Elbtower an den Norderelbbrücken, die Wildspitze, Europas größtes Holzhochhaus, die Märchenwelten, deren Erleben extra mit einem neuen Wort "edutainment" beschrieben wird, das Astor, Hamburgs erstes Premium-Kino mit der besten Tonanlage der Welt und dann natürlich das neue Überseequartier Süd, in dessen imposante riesige Baugrube wir schauten sowie das neue Kreuzfahrtterminal mit einem unterirdischen Busbahnhof. Ganz neu und gerade vor wenigen Tagen eröffnet wurde das Discovery dock gegenüber der wohl schönsten Konzerthalle der Welt, unserer Elbphilharmonie.

Weiter ging es Richtung Mönckebergstraße. Auf dem Weg dorthin erfuhren wir noch, dass vor dem Fruchthof das Hammerbrooklyn, ein Digital Campus, 2020 eröffnen wird.

Und dann sahen wir sie noch einmal, die unter Denkmalschutz und doch jetzt kurz vor dem Abriß stehenden Klosterwall-Hochhäuser!

Nach der Mönckebergstraße und dem Rathaus ging es an der Alster entlang über Barmbek und Bramfeld zurück nach Hause.

Glücklich über den schönen erlebnisreichen Nachmittag, aber auch ein wenig erschöpft kamen wir zurück in Volksdorf an und waren dankbar für diese einmalige, umfassende Führung, die einem sonst nicht geboten wird.

TBG/SE

Bus-Berichte

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