Bürgerverein Walddörfer e.V.

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Berichte über die Busausfahrten

Die erste Ausfahrt in dieser Saison: Fischland - Darß - Zingst

Am 11. April haben sich 56 Mitglieder und Gäste gen Osten nach Mecklenburg-Vorpommern aufgemacht.

Unsere Begleiterin an diesem Tag stieg bei Rostock zu und stellte sich als Anne vor. Sie erfreute uns während der folgenden Stunden mit vielen, durchaus auch selbstkritischen Informationen und Anekdoten.

Zunächst fuhren wir vom Festland auf das Fischland und erblickten ein kleines Windrad, 30 m hoch auf einem Gittergestell, das sich fleißig im Winde drehte. Wir erfuhren, daß es sich um das erste und einzige industriell gefertigte Windrad der DDR handelt. Um Devisen zu bekommen, wollte man Holz für Spundwände in den Westen verkaufen. Das Holz mußte aber getrocknet werden und Energie stand nicht zur Verfügung. Da der Bezirk sich nicht traute, luchste man dem zuständigen Minister während der Leipziger Messe etwas trickreich nebenbei die Unterschrift zum Erwerb in Dänemark ab. Dann kam die Wende und das Holzkombinat ging an einen bayerischen Investor, der mit dem Windrad nichts anfangen konnte, so wurde es im Osten privatisiert und liefert noch immer Strom, im nächsten Jahr läuft allerdings die Förderung aus. 

Früher waren es drei Inseln, die, zunächst auch mit Hilfe der Hanse, der der Unterschlupf der Liekedeeler im sicheren Hafen am Bodden ein Dorn im Auge war, durch Sandverlagerungen zusammengewachsen sind. Man kann noch immer erkennen, wo jeweils der Strom verlief. Wir hatten das Glück noch einige Kraniche zu  sehen. Durch die milden Winter finden sie Futter und so reisen etliche Vögel nicht mehr weiter.

Nach kurzer Strecke kamen wir in Wustrow an, wo uns im Deutschen Haus in der Nähe der Kirche und des Hafens das vorbestellte Mittagessen serviert wurde. Die Gaststube empfing uns mit geschmackvoller österlicher und maritimer Dekoration und einem gut eingespielten Service. Wustrow ist übrigens ein Lebensmittelpunkt unseres ersten ostdeutschen Bundespräsidenten, Joachim Gauck, der noch immer gern hierher kommt.

Unser nächstes Ziel war das Künstlerdorf Ahrenshoop. Es bezaubert mit den rohrgedeckten Häusern (wie es dort heißt) und den verwinkelten Gässchen, die alle nach Malern benannt sind, die dort gelebt haben. Nach einem kurzen Spaziergang genossen wir von einer Aussichtsplattform einen herrlichen Blick über die Ostsee und passierten auf dem Rückweg zum Bus die frühere Landesgrenze zwischen Mecklenburg und Pommern.

Weiter ging es durch Prerow nach Zingst. Leider ist das Kurhaus an der Seebrücke derzeit wegen Fachpersonalmangels geschlossen So behalfen wir uns mit Kaffee aus dem Bistro und Crepes oder Waffeln, die dort an mobilen Ständen feilgeboten wurden. Da die Saison noch nicht begonnen hat, waren die Orte noch sehr ruhig. Nach einem kurzen Sonnenbad auf der Promenade und der Zuordnung der vertauschten Jacken traten wir die Heimfahrt an. Bis zu ihrem Ausstieg in Rostock erzählte Anne uns noch, wie ähnlich trickreich das Baumaterial für eine Kirche in Ahrenshoop dorthin gelangte: Gespendet von der westdeutschen  Kirche mittels Reisebus nach Ostberlin und dann in einem Kühllaster bis Ahrenshoop, wo die Polizei wegen des Umwegs den Fahrer belangte. Wir waren von Annes umfangreichen Wissen beeindruckt und sie verriet uns, dass sie derzeit für einen Reiseführer die Gegend recherchiert. Der Regen fand glücklicherweise stets während der Busfahrten statt und wir landeten nach einem erlebnisreichen Tag um halb acht wieder wohlbehalten in Volksdorf. KM


Frühlingsfahrt im Mai-Regen am 16. Mai 2019

Gefühlt zum ersten Mal startete eine Ausflugsfahrt des Bürgervereins bei Regen.

Um 14.30 Uhr fuhren wir in Volksdorf los über Sasel, Poppenbüttel, dem neugestaltetem Langenhorner Markt Richtung Autobahnauffahrt Schnelsen, denn wir wollten einmal das Bauvorhaben "Hamburger Deckel" bzw. "A7-Deckel" uns anschauen. Und wir waren überwältigt von den Dimensionen dieser Großbaustelle dieser 3 Deckel, die immer wieder unterbrochen sind durch längere ganz normale Autobahnabschnitte.

Über die Köhlbrandbrücke mit der wunderbaren Aussicht auf die Hamburger Skyline fuhren wir Richtung Hafencity. Und dort erhielten wir von unserem Reiseleiter Herrn Goebel sehr viele Informationen über diesen Stadtteil. In den 10 Quartieren der Hafencity werden die Highlights u.a. sein bzw. sind schon: der geplante 1 Milliarde, 245m hohe Elbtower an den Norderelbbrücken, die Wildspitze, Europas größtes Holzhochhaus, die Märchenwelten, deren Erleben extra mit einem neuen Wort "edutainment" beschrieben wird, das Astor, Hamburgs erstes Premium-Kino mit der besten Tonanlage der Welt und dann natürlich das neue Überseequartier Süd, in dessen imposante riesige Baugrube wir schauten sowie das neue Kreuzfahrtterminal mit einem unterirdischen Busbahnhof. Ganz neu und gerade vor wenigen Tagen eröffnet wurde das Discovery dock gegenüber der wohl schönsten Konzerthalle der Welt, unserer Elbphilharmonie.

Weiter ging es Richtung Mönckebergstraße. Auf dem Weg dorthin erfuhren wir noch, dass vor dem Fruchthof das Hammerbrooklyn, ein Digital Campus, 2020 eröffnen wird.

Und dann sahen wir sie noch einmal, die unter Denkmalschutz und doch jetzt kurz vor dem Abriß stehenden Klosterwall-Hochhäuser!

Nach der Mönckebergstraße und dem Rathaus ging es an der Alster entlang über Barmbek und Bramfeld zurück nach Hause.

Glücklich über den schönen erlebnisreichen Nachmittag, aber auch ein wenig erschöpft kamen wir zurück in Volksdorf an und waren dankbar für diese einmalige, umfassende Führung, die einem sonst nicht geboten wird.

TBG/SE





Eine Kirche und ein Schloss - Müsselmow und Schwerin

Am Donnerstag, dem 20. Juni, war es wieder soweit. Wir starteten unsere Ausfahrt nach Müsselmow. Zuletzt vor ziemlich genau zwei Jahren hatten wir das gleiche Ziel, nun wollten wir uns von Herrn Wolter über den Stand der Rettung und Instandsetzung dieser Dorfkirche auf den neuesten Stand bringen lassen. Der Legende nach im 12. Jahrhundert als Patronatskirche gegründet, soll sie 1502 erneuert worden sein. Bis 1957 fanden in ihr Gottesdienste statt, danach wurde sie dem Verfall preisgegeben und als "Steinbruch" genutzt und auch ausgeplündert.

Während der Anreise ließ Herr Wolter einen kleinen Bildband herumgehen und erzählte, wie er mit dem Projekt in Berührung kam und wie lang und steinig der Weg war, aus der Idee überhaupt ein durchführbares Projekt werden zu lassen. Nach der Wende 1989 fiel auch der Ort Müsselmow heute kaum noch nachvollziehbaren Machenschaften zum Opfer, verarmte dadurch und verlor seine Arbeitsplätze und Aussichten auf eine gute Zukunft. Es folgte eine starke Abwanderung. Noch immer pendeln viele Einwohner zwischen einem auswärtigem Arbeitsplatz und dem heimatlichen Müsselmow. Das Dorfleben wurde stark eingeschränkt und verständlicherweise ist somit das Interesse an der Kirche kaum vorhanden. Immerhin ist sie ein Kleinod. Herr Wolter konnte erreichen, dass seit 1996 mindestens 1500 Schüler  unter anfangs abenteuerlichen Verhältnissen diese Kirche baulich gesichert und instandgesetzt haben. Beeindruckend schilderte er, wie aus total laienhaften Anfängen das Fachwissen wuchs, denn es mussten natürlich alle Bau- und Denkmalschutzvorschriften penibel eingehalten werden. Also wurde professionelle Hilfe hinzugezogen.

Der ebenfalls benachbarte alte Kornspeicher ist gesichert und bereit, zu einer Unterkunft ausgebaut zu werden. So könnte das Dorf den alten Mittelpunkt zurückbekommen und wieder belebt werden. Es ist also noch viel zu bewegen. Es ist eine so sinnvolle Aufgabe, dass wir alle hoffen, dass dieses Projekt weiter und zu Ende geführt werden kann.

Inzwischen war es Mittag geworden und unser Fahrer vom Reisering brachte uns mit seinem großen Bus sicher durch die engen Straßen zum "Rabennest", wo wir unser vorbestelltes Essen einnahmen. Dann ging es weiter nach Schwerin zu einer Führung durch das "Märchenschloss", in dem der Mecklenburg-Vorpommersche Landtag nun seinen Sitz hat.

Viele unserer Gruppe gönnten sich anschließend im "Pier 7" direkt am Schweriner See noch eine Erfrischung und nach der ruhigen Rückfahrt kamen wir wieder pünktlich in Volksdorf an. Wir nahmen viele interessante Eindrücke mit und waren dankbar, dass Petrus auf der Heimfahrt nur einen Schauer schickte und wir den schönen Tag ohne die befürchteten Gewitter genießen konnten. KM


Tagesfahrt in die Aukieker Wilstermarsch

Der Monat Juli ist angebrochen, die Sommertour des Walddörfer Bürgervereins soll uns dieses Mal in die Wilstermarsch führen. Diese ist neben der Kremper Marsch, der Seestmühler Marsch und der Haseldorfer Marsch, eine der vier Holsteinischen Elbmarschen.

Frau Tränckler begrüßt jeden von uns und los geht’s. Vorbei an der Möbelstadt Halstenbek, verändert sich schon die Landschaft. Das Land ist flach und liegt etwa auf der Höhe des Meeresspiegels. In Neuendorf bei Wilster, welches wir mit dem Bus noch erreichen werden, liegt das Land sogar 3,54 m darunter.

In Wilster angekommen, werden wir von unserer Reiseleiterin in Empfang genommen und besichtigen gleich die St. Bartholomäus Kirche zu Wilster. Der Baumeister der Hauptkirche Sankt Michaelis in Hamburg, Herr Ernst Georg Sonnin, ist auch der Baumeister dieser Kirche. 1944 wurde Wilster stark bombardiert und die Kirche fast total zerstört. Erst 1955 wurde in dieser Kirche wieder der erste Gottesdienst nach dem Krieg gehalten, allerdings wurden die Plätze in der Kirche von 2000 auf 1200 reduziert. Wir pilgerten weiter und die nächste Gelegenheit zum Sitzen, war das "Alte Rathaus" Wilster. 1545 erbaut, überlebt es keine 50 Jahre, dann 1585 Neubau und ist Sitz der städtischen Verwaltung, Instandsetzungen und Renovierungen des "Alten Rathauses" wechseln sich ab. 1975/1976 große Restaurierung mit Ergebnis des heutigen Aussehens. 

Es befinden sich in ihm: der Speicher mit dem Naturkunde Museum, das Gildezimmer, Tür zum Gerichtszimmer und die Bilbliothek-Doos-Witt und die kleinste Küche der Wilstermarsch. Alles konnten wir sehen. 1829 übersiedelte die städtische Verwaltung in das "Neue Rathaus", Es war ehemals das Palais der Familie Doos. Diese wunderschöne Villa wurde der Stadt Wilster von der Etatsrätin Doos vererbt. Die Wilstersche Bürger-Schützen-Gilde von 1380 will das Gedenken an die Wohltäterin wach halten. Sie lädt  deshalb alljährlich zu ihrem Gildefest in einem Spiel die Etatsrätin Doos ein. Dann wird sie, begleitet von ihrem Berater Bürgermeister Wichmann, ihrem Sekretär Hölck und ihrer Zofe von ihrem Palais mit einer Kutsche zum Alten Rathaus gefahren, wo die Gildefeier stattfindet. Gern nimmt sie dort die Ovationen der Wilsterer entgegen…..so, wie es vielleicht früher wirklich war. Heute finden auch Hochzeiten, Lesungen und kleine Konzerte im Neuen Rathaus statt.

Nach zwei Besichtigungen so geschichtsträchtiger Gebäude in Wilster, war es Mittag geworden und alle hatten Hunger und Durst. Hervorragend gespeist haben wir in einem, dort sehr beliebten und behaglichen Landgasthof. Frisch gestärkt konnten wir nun unseren Ausflug in die Wilstermarsch per Bus  fortsetzen. Unsere Reiseleiterin erzählte uns über die Gegend und Land uns Leute. Am Kernkraftwerk Brockdorf fuhren wir ebenso vorbei, wie  auch am  tiefst gelegenen Punkt der Bundesrepublik Deutschland. Grüne  Weideflächen mit Kühen und Schafen sahen wir, und landeten schließlich in der Aurora Mühle. Es erwartete uns ein wundervolles Kuchenbüffet, welches die Landfrauen für uns hergerichtet hatten. Der frische Kaffeeduft empfing uns, und die Torten und Kuchen waren  so frisch und lecker, dass kein Wunsch offen blieb. Fast bis auf das letzte Stück Kuchen war das Büffet leer gegessen, da war die Zeit des Abschieds gekommen.

Wir sagen "Auf Wiedersehen",  irgendwann kommen wir wieder. Es war sooooo schön. Pünktlich, glücklich und zufrieden kamen wir gegen 19.00 Uhr in Volksdorf an. (GG)


Schiffshebewerk Scharnebeck am 15. August 2019

Das Ziel unserer Ausfahrt im August war das Schiffshebewerk Lüneburg in Scharnebeck. Da die Reparatur des Stauwehrs in Geesthacht inzwischen beendet war, und das Hebewerk wieder die notwendige Wasserhöhe hatte, freuten wir uns auf einen interessanten Tag. Wir hatten Glück und es regnete nur, wenn wir im Bus saßen, bis auf unsere Ankunft in Volksdorf um kurz nach 19 Uhr, da goss es.
Doch der Reihe nach: Wir kamen am Parkplatz des Schiffshebewerks an. Dort trafen wir uns mit
Herrn Richter, einem ehemaligen Mitarbeiter des Wasserstraßenamtes. In der Ausstellungshalle
informierte er uns anhand der großen Wandkarte von 1946 über die vorhandenen Kanäle und den
weiteren Ausbau dieser wichtigen Verbindungen der Industriestandorte bzw. Verkürzungen der
natürlichen Wasserwege wie dem Nord-Ostsee-Kanal oder dem Elbe-Seiten-Kanal, zu dem das
Hebewerk gehört. Aus seinem reichen Wissensfundus fügte er solche Geschichten ein wie die von
dem polnischen Schiffer, der, um die Kanalgebühren zu sparen, mit seinem Frachtkahn weiter auf
der kostenlosen Elbe fuhr. Die Mittelelbe ist einer der wenigen Flüsse, die naturbelassen sind, also
deren Fahrrinne sich ständig verändert. Prompt steckte er bald darauf auf einer Sandbank fest und
konnte erst nach 10 Monaten im Rahmen einer THW-“Übung“ freigeschleppt werden. Bis dahin
wurde er von den Landfrauen per Schlauchboot versorgt. Eine kuriose Geschichte.  Die
Kanalgebühren musste er nun trotzdem zahlen, abgesehen von den übrigen Kosten. Seit 2019 muss
man keine Kanalgebühren mehr bezahlen. Nun erfuhren wir am Modell noch viele Einzelheiten der
Funktionsweise und wichtige Daten des Bauwerks. Im Unterschied zu Niederfinow hat es 2
unabhängig voneinander arbeitende Tröge mit einem Hub von 38 m. Der Höhenunterschied
zwischen Artlenburg und Edesbüttel bei Braunschweig beträgt 61 m. Die restlichen 23 m werden
durch die Schleuse Uelzen ausgeglichen.
Nach dieser lehrreichen Stunde wanderten wir zurück zum Parkplatz und zum dortigen Restaurant
zum Mittagessen. Anschließend gingen diejenigen, die laufen wollten, auf die Suche nach dem
Anleger der Ausflugsschiffe der Reederei Helle, die wir hinter den Liegeplätzen für die
Frachtschiffe fanden. Kurz nach 15 Uhr kam die „Herzog von Lauenburg“ ,die wir bestiegen um
auf- und abwärts den Betrieb des Schiffshebewerks zu erleben. Der Hebevorgang dauerte nur 3
Minuten. Auf dem Weg über den Elbe-Seitenkanal bis Lauenburg bekamen wir dann unseren Kaffee
und Walnuss-Apfelkuchen serviert.. Am Anleger unterhalb des Rufers lag der letzte
kohlenbetriebene Seitenraddampfer „Kaiser Wilhelm“, der noch regelmäßig zwischen Lauenburg
und Wittenberge auf der Elbe unterwegs ist. Unser Bus erwartete uns schon auf dem Parkplatz.
Während der Rückfahrt trübte es sich immer mehr ein und wir stiegen dann bei strömendem Regen
nach einem erlebnisreichen Tag in Volksdorf wieder aus. KM


„Mein Freund der Baum“ im Museum der Künsterkolonie in Schwaan im September

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Mit EG-Reisen, einer forschen Fahrerin am Lenkrad, fuhren wir gen Osten nach Schwaan. Dort angekommen haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt, die eine Gruppe ging mit unserem Stadtführer, Herrn Thelk, durch Schwaan und die andere Gruppe ging als erstes in die Ausstellung. Der Leiter des Kunstmuseum selbst führte uns durch die gerade neu eröffnete Ausstellung „Mein Freund der Baum".

Wir konnten wunderschöne Werke, geliehen aus den Künsterkolonien Dachau, Ferch, Worpswede, Heikendorf und Hiddensee, betrachten und auf uns wirken lassen.

Die Gemälde haben uns sehr beeindruckt. Die Werke der Schwaaner Künstler Franz Bunke, Rudolf Bartels, Peter Paul Draewing und Alfred Heinsohn (aus Hamburg) sind oft gekennzeichnet durch viele Bäume und Himmel und fast keine Menschen. Der Musuemleiter hatte dazu eine witzige Erklärung: in München z.B. wohnen 4700 Menschen auf den Quadratmeter, in Schwaan nur wenige, und diese malen gerade die Bilder.

Der Weg durch Schwaan, geführt von Herrn Thelk, ging durch Straßen mit farbenfrohen Häusern, vorbei an der Wirkungsstätte vom Maler Bunke, der ehemaligen Synagoge zur Brücke über die Warnow.Nach dem leckeren Mittagessen im urigen „Speicherköck“ haben wir gemeinsam die Kirche besichtigt, bevor die Gruppen getauscht wurden.

Anschließend ging es mit dem Bus nach Bad Kleinen, direkt am Schweriner See zum Kaffee trinken. Dort haben wir uns den Wind ein wenig um die Nase wehen lassen, bevor wir die Rückfahrt nach Volksdorf antraten. GG/SE


Die Hanse und Marzipan

Unsere Oktober-Ausfahrt am Dienstag, dem 8. 10., hatte die Königin der Hanse Lübeck als Ziel. Pünktlich um 9.30 Uhr starteten wir mit dem nicht ganz vollen Bus und schlechten Wetteraussichten am Rockenhof. Über die Autobahn ging es nach Lübeck. Als wir am neuen Europäischen Hansemuseum in der Nachbarschaft des Burgtores ankamen, war es zwar windig aber doch trocken. Nachdem wir unsere Jacken und Mäntel abgegeben hatten, wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und nach kurzer Zeit begann die Führung. Praktischerweise ist das Ticket für die Besucher, die das Museum auf eigene Faust erkunden wollen, der Schlüssel zu etlichen Aktivitäten. So wählt man die Sprache aus und erhält an einem Einführungsmonitor zu jeder Szene Informationen über die dort ausgestellte Situation nach neuesten Forschungsergebnissen. Wir konnten aber den Erläuterungen der Museumsangestellten lauschen.

Zu Beginn der Führung mussten wir eine Weile warten, da sich die Schleuse nur alle zwei Minuten öffnet um die Klimatisierung nicht zu beeinträchtigen. Die dunkle Atmosphäre irritierte uns etwas. Wie man uns erklärte, ist die aber dem Schutz der Originalexponate geschuldet. Die Schwerpunkte liegen bei Lübeck, Brügge und Nowgorod. Wir erfuhren viele interessante Einzelheiten über das Kaufmannsleben zur Zeit der Hanse von der Mitte des 12. Jahrhunderts bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts. Die Reisen mit der Kogge, die Gerichtsbarkeit und der Handel sind in einzelnen Szenen dargestellt. Nach etwa 1 ½ Stunden nahmen wir im Restaurant NORD unsere Plätze ein und liessen uns das bestellte Mittagsmahl schmecken.

Zum 2. Programmpunkt, dem Marzipanmuseum in der Breiten Straße bei Niederegger konnte wer wollte mit dem Bus gelangen, viele zogen den Spaziergang durch die Stadt vor. Um 14.30 Uhr fanden wir uns im 2. Stock des Niederegger-Hauses ein und nahmen an einer Video-Vorführung über die Geschichte und Herstellung des Marzipans teil. Wir bekamen auch gezeigt, wie das berühmte Marzipanschwein aus der Rohmasse mit viel Fingerfertigkeit geformt wird. An der Stirnwand sind 12 lebensgroße Persönlichkeiten aus Marzipan zu bestaunen: u. A. ein Großmogul für die Herkunft, ein Apotheker, da Marzipan erst als Medizin galt und in Apotheken zu kaufen war, Kaiser Karl V., die russische Zarin, die stets Marzipan mit sich führte, J.G.Niederegger, der Gründer, dann natürlich der Weihnachtsmann mit Kind, Thomas Mann und Wolfgang Joop und zuletzt Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen. Nachdem wir noch die Exponate in den Vitrinen besichtigt hatten, genossen wir im Marzipansalon die Lübecker Nußtorte und hatten dann noch Zeit, im Shop süße Andenken zu erwerben.

Nach einem kurzen Fußmarsch am Rathaus vorbei zur Untertrave bestiegen wir unseren Bus, der uns diesmal mit „Verfrühung“ wieder am Rockenhof ablieferte. Wegen des unbeständigen, windigen Wetters hatten wir uns für den Frühstart ausgesprochen. Ein interessanter Tagesausflug war zu Ende.

KM




Die Martinsgans

In diesem Jahr führte uns der Weg zum Genuss der traditionellen Martinsgans nach Behringen in das Akzenthotel. In einem gesonderten Bereich des großen Saals waren die Tische für uns eingedeckt. Je 4 Teilnehmer bekamen den tranchierten Vogel auf einer Platte appetitlich angerichtet serviert. Zuvor gab es ein Gänsesüppchen und zum Dessert Eis mit Heidelbeeren und Sahne.

Mit etwas Verspätung fuhr Georg uns nach Schneverdingen zur Eine-Welt-Kirche. Ein sehr interessantes, besonderes Bauwerk, das anlässlich der Expo 2000 errichtet wurde wie wir durch den Vortrag erfuhren. Anschließend hatten wir noch Zeit für eine eigene Erkundung und konnten im Shop auch ein ausführliches Faltblatt über die Entstehung und Bedeutung der Kirche und des Eine-Erde-Altars mit den 7.000 Erden aus aller Welt bekommen. Auf dem Rückweg zur Buchweizentorte gab es viel Gesprächsstoff.

Nachdem die Torte verzehrt war und der Kaffee ausgetrunken brachte Georg, der uns mit einem Video seiner kleinen Enkelin erfreute, uns wohlbehalten wieder zurück nach Volksdorf.

KM